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Zürcher Festspiel-Symposien 3. Sinfonie als Bekenntnis

Zürcher Festspiel-Symposium 2010

Große sinfonische Werke des 19. Jahrhunderts standen im Mittelpunkt der Zürcher Festspiele und des Festspiel-Symposiums 2010.

Mit den Werken Beethovens hat die Gattung der Sinfonie eine entscheidende Veränderung erfahren: Sie richtete sich nun tendenziell an eine größtmögliche Öffentlichkeit, am Ende, in der Neunten, sogar an die ganze Menschheit. Gleichzeitig wurde sie damit aber auch zur musikalischen Gattung der individuellen Aussprache, der in Musik gefassten Weltentwürfe.
Dieser Zwiespalt zwischen einer intimen Bekenntnishaftigkeit und der immer monumentaler werdenden Wendung an die Öffentlichkeit hat die Sinfonik des Jahrhunderts geprägt, bis hin zu Brahms, Bruckner und Mahler.

Der Band enthält Beiträge von Jürgen Stolzenberg, Peter Gülke, Christoph Flamm, Ulrich Tadday, Wolfgang Sandberger, Ivana Rentsch, Giselher Schubert und Gernot Gruber.
9783761821695 Mit seiner neunten Sinfonie stieß Beethoven in neue Dimensionen vor. Solisten und Chor überhöhen im Schlusssatz die instrumentale Gattung, und Schillers "Ode an die Freude" wird zu einer weltumspannenden Hoffnung, einem Bekenntnis: "Alle Menschen werden Brüder!"

Welches Plädoyer Beethoven in seiner Zeit mit diesem Werk abgeben wollte, wie die Ansichten darüber im Laufe der Zeit wechselten, beschreibt der große Beethoven-Forscher Lewis Lockwood in seinem Kommentar. Jonathan Del Mar, renommierter Herausgeber von Werken Beethovens, erläutert exemplarische Stellen der Handschrift und lässt den Leser an dem Arbeitsprozess des Komponisten teilhaben. So macht schon das großformatige Papier, das Beethoven für einige Passagen zur Hand nahm, die große Besetzung deutlich. Streichungen, teilweise wieder rückgängig gemacht, zeigen, wie er um den endgültigen Notentext gerungen und ihn bis ins Detail verfeinert hat.

Die Geschichte des Autographs spiegelt einen Teil deutscher Geschichte wider: Nach der kriegsbedingten Auslagerung an verschiedene Orte kehrten seine Hauptteile zwar nach Berlin zurück, waren aber zunächst durch die Mauer getrennt und wurden erst 1990 wieder vereinigt.

Martina Rebmann, Leiterin der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, zeichnet diese Geschichte nach. 1972 wurde das Hauptthema des letzten Satzes vom Europarat zur Europa-Hymne bestimmt und 1985 von der Europäischen Gemeinschaft als deren offizielle Hymne angenommen. Im Jahr 2001 wurde die Handschrift in das Welt-Dokumentenerbe der UNESCO aufgenommen. Das Faksimile präsentiert erstmals alle Teile des Autographs einschließlich der in Bonn und Paris aufbewahrten Seiten sowie der Posaunen- und Kontrafagott-Stimmen.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Herausgeber Laurenz Lütteken
Seitenzahl 120
Erscheinungsdatum 03.05.2011
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7618-2153-4
Verlag Baerenreiter-Verlag
Maße (L/B/H) 19,6/13,4/1,3 cm
Gewicht 191 g
Buch (Taschenbuch)
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