Die brennenden Kammern

Historischer Roman.

Kate Mosse

(35)
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Beschreibung

Carcassonne, 1562: Minou Joubert wächst als Tochter eines katholischen Buchhändlers auf. Eines Tages erhält sie einen versiegelten Brief mit den Worten: "Sie weiß, dass du lebst." Noch bevor sie herausfinden kann, was hinter der mysteriösen Botschaft steckt, wird die Begegnung mit dem jungen Piet Reydon ihr Leben für immer verändern. Denn der Hugenotte hat eine gefährliche Mission, und er zählt auf Minous Hilfe, um aus der Stadt zu fliehen.


Die britische Bestsellerautorin Kate Mosse lebt in Chichester (West Sussex) und Carcassonne (Südfrankreich). Ihre Bücher werden in 37 Sprachen übersetzt und erscheinen in 40 Ländern. Weltbekannt wurde sie mit dem internationalen Bestseller Das verlorene Labyrinth. Neben dem Schreiben ist sie in Rundfunk und Fernsehen aktiv und hat eine Gastprofessur an der University of Chichester inne.

Produktdetails

Verkaufsrang 3678
Medium CD
Sprecher Ilka Teichmüller
Spieldauer 621 Minuten
Altersempfehlung 16 - 99
Erscheinungsdatum 28.02.2020
Verlag Lübbe Audio
Hörtyp Lesung
Originaltitel The Burning Chambers
Übersetzer Dietmar Schmidt
Sprache Deutsch
EAN 9783785780893

Kundenbewertungen

Durchschnitt
35 Bewertungen
Übersicht
15
13
4
3
0

Kunstvoll gewobener Auftakt
von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Kunstvoll gewobener Auftakt Minou wächst behütet in Carcassonne auf. Ihr Vater ist Buchhändler, aber seit seiner letzten Reise verändert. Tatkräftig übernimmt sie die Geschäfte und kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister. Piet hat einen französischen Vater, auch wenn er bei seiner Mutter in Amsterdam aufgewachsen ist. Wäh... Kunstvoll gewobener Auftakt Minou wächst behütet in Carcassonne auf. Ihr Vater ist Buchhändler, aber seit seiner letzten Reise verändert. Tatkräftig übernimmt sie die Geschäfte und kümmert sich um ihre jüngeren Geschwister. Piet hat einen französischen Vater, auch wenn er bei seiner Mutter in Amsterdam aufgewachsen ist. Während seines Studiums in Toulouse lernt er Vidal kennen, später trennen sich ihre Wege und sie finden sich auf verschiedenen Seiten der Auseinandersetzung um den "wahren Glauben" wieder. Was fast idyllisch beginnt, entwickelt sich zu einem spannenden Einblick in die Zeit der Glaubenskriege in Frankreich. Außerdem bekommt Minou merkwürdige Hinweise und ihr Vater schickt sie mit ihrem Bruder zu seiner Schwägerin nach Toulouse. Er selbst will sich um alte Angelegenheiten kümmern und reist in die Berge ... Die verschiedenen Handlungsstränge sind gekonnt verwoben und ich folge der jungen Frau durch ihre private Welt, zu ihrer ersten Begegnung mit Piet und die Wirrungen in den Kämpfen in Toulouse. Ist hier der Glaubenskampf noch einer, in den Minou fast zufällig hineingerät, so deutet sich im Epilog an, wie es mit ihrer Familie weitergehen wird. Schon der Prolog deutet ja auf weitere Geschichten hin. Obwohl die Zeit spannend ist und die Geschichte lebendig erzählt wird, habe ich das Buch immer wieder aus der Hand gelegt. Zum einen hatte ich wenig Zeit, zum anderen hat mich die Geschichte nicht so gefesselt, dass ich in den Sog geriet, weiterlesen zu müssen. Daher ziehe ich einen Stern ab, obwohl das Buch kunstvoll aufgebaut ist.

Auftakt zum Hugenottenkrieg
von Buecherseele79 am 07.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Carcassonne, Frankreich, im Jahr 1526. Die 19jährige Minou Joubert kümmert sich um den Buchladen und ihre Geschwister, nachdem der Vater nach einer Reise verändert Heim gekommen ist. Als wäre dies nicht belastend genug erhält sie einen Brief mit einer geheimen und beunruhigenden Botschaft, doch was kann gemeint sein? Wer weiß da... Carcassonne, Frankreich, im Jahr 1526. Die 19jährige Minou Joubert kümmert sich um den Buchladen und ihre Geschwister, nachdem der Vater nach einer Reise verändert Heim gekommen ist. Als wäre dies nicht belastend genug erhält sie einen Brief mit einer geheimen und beunruhigenden Botschaft, doch was kann gemeint sein? Wer weiß dass sie noch lebt? Als ein Mord in Carcassone passiert verhilft sie Piet Reydon zur Flucht, doch kann sie den jungen Mann nicht vergessen…die Ereignisse in Frankreich spitzen sich dramatisch zu und jeder muss sich nun für die eine Seite entscheiden… „Alles und jeder ist käuflich. Um Wissen, eine Seele, ein Versprechen auf Vorankommen oder das Versprechen, in Ruhe gelassen zu werden. Ein Brief, für einen Sol zugestellt. Ein Ruf, ruiniert um den Preis für einen Laib Brot. Und wenn Gold und Silber scheitern, bleibt immer die Spitze des Dolchs. Mut ist ein Schönwetterfreund.“ (Seite 63) Ein historischer Roman über den Krieg in Frankreich zurzeit von 1562 bis 1598. Die Autorin beschreibt gleich zu Beginn eine Anmerkung zu den Hugenottenkriegen. Ebenso enthält es ein Personenverzeichnis was man nutzen kann und nutzen wird in dieser Geschichte. „Die brennenden Kammern“, sind der Auftakt zu einer Reihe rund um die Hugenottenkriege. Gerade Kriege die schon länger her sind, die man nicht im Gedächtnis hat oder nicht zu der Geschichte des eigenen Landes gehören sprechen eine Faszination aus, dies würde ich hier auch auf dieses Buch schreiben, auch wenn der Einstieg etwas holprig war. Der Schreibstil ist zu Beginn ruhig, man fragt sich dann schon was es mit den Kammern auf sich haben könnte. Auch nutzt die Autorin einen sehr bildhaften Schreibstil, ein tolles Kopfkino, doch manchmal ist es zu ausgeschmückt und bremst den Lesefluss eher ab. Dies legt sich mit der Zeit, zum Glück, aber. Zwischendurch gibt es einen Einblick in das Wissen und Handeln einer anderen Person, in einer kursiven Schrift, festgehalten. Die Hauptprotagonisten sind Minou Joubert und Piet Reydon. Minou war mir zu Beginn zu blass, die Dialoge mit ihr fanden keinen Anklang und ich konnte mit ihr als Person nicht sonderlich was anfangen. Wie Minou wundert man sich über den Brief den sie erhält, aber wie Minou vergisst man ihn auch wieder und geht mit ihr von Carcassonne nach Toulouse. Als Minou ihren Bruder begleitet nimmt die Geschichte eine neue Wendung ein und auch die Hauptprotagonistin wurde mir sympathischer, mutiger, setzte sich Ziele und Wege und eine eigene Zukunft. In diesen Zeiten ein neues Wagnis. Piet Reydon gehört zum Lager der Hugenotten. Durch ihn erhält man einen Einblick in den vor sich hin schwelenden Hass zwischen Hugenotten und Katholiken. Man merkt dass sie Situation sich immer mehr zuspitzt, auch seine Meinungsverschiedenheit mit seinem ehemaligen Freund Vidal, der als Priester tätig ist, zeigen den tiefen Riss auf. Ich fand Piet immer sehr bewundernswert weil er, trotz Widrigkeiten, Hass und Bedrohungen zu seinem Glauben, zu seinem Wort steht und sich nicht beirren lässt. Seinen Glauben aber nicht brutal auslebt, andere bekennen möchte sondern Nächstenhilfe auslebt. Um beide Protagonisten gibt es ein Netz aus Freunden, Feinden, Familie. Sie alle spielen eine Rolle in diesem beginnenden Krieg und haben ihre Geheimnisse die sich bewahren möchten, damit Geld machen wollen, jemanden hervorheben oder jemanden ermorden wollen. Die Zeiten waren damals sehr düster, dreckig und ein Schlag mit dem Stock, ein Münzstück konnte jederzeit alles verändern. Das baut die Autorin sehr gekonnt und gut umgesetzt in ihre Geschichte ein. Wie kam es zum Ausbruch dieses Krieges? Für welche Ziele, Glaubensrichtung, Überzeugung stehen beide Seiten? Wo liegt der Unterschied? Gibt es überhaupt einen? Gibt es eine Seite die weniger ehrlich kämpft und streitet als die andere? Was waren dies für Zeiten? Und wie sind sie überhaupt ausgegangen? Neben der Geschichte von Minou und Piet gibt es immer wieder Einblicke wie es zu den weiteren Ausschreitungen kommen konnte, wie dieser Stein des Hugenottenkrieges ins Rollen gebracht wurde. Krieg ist immer eine schreckliche und dreckige Angelegenheit, so auch in diesem Buch, mit seinen Beschreibungen und den Zuständen der Bevölkerung. Was das Geheimnis von Minou ist wird im Laufe des Buches dann stückchenweise aufgeklärt. Irgendwann kann man aber sich so den einen oder anderen Verlauf zusammenreimen, tut der Geschichte aber keinen Abbruch. Wie es zu diesen ganzen Umständen kam ist auch hier gut umgesetzt, gut erklärt und lässt zum Ende keine Fragen offen. Für mich ein Buch was zu Beginn etwas schwächelt, aber dann doch eine sehr interessante, erschreckende und gut historisch umgesetzte Geschichte erzählt die ich gerne weiter empfehlen möchte. „Sag mir, Vidal“, ergriff Piet schließlich das Wort, „fragst du dich niemals, weshalb deine Kirche sich so bedroht fühlt von dem Gedanken, dass wir Gott anders verehren als ihr?“. „Es ist eine Frage der Sicherheit. Ein einiger Staat ist ein starker Staat. Wer sich absondert, schwächt das Ganze.“. (Seite 121)

Fiktive Handlung in geschichtlichen Hintergrund eingebettet
von hapedah am 05.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die neunzehnjährige Minou Joubert lebt mit ihren Geschwistern Alis und Aimeric und dem Vater in Carcasonne, ihre Geschichte beginnt im Jahr 1562. Seit ihr Vater von seiner letzten Reise zurück gekehrt ist, wirkt er teilnahmslos und kümmert sich kaum noch um sein Geschäft, so dass Minou immer öfter im Buchladen arbeitet. Eines Ta... Die neunzehnjährige Minou Joubert lebt mit ihren Geschwistern Alis und Aimeric und dem Vater in Carcasonne, ihre Geschichte beginnt im Jahr 1562. Seit ihr Vater von seiner letzten Reise zurück gekehrt ist, wirkt er teilnahmslos und kümmert sich kaum noch um sein Geschäft, so dass Minou immer öfter im Buchladen arbeitet. Eines Tages erhält sie einen Brief ohne Absender, darin steht nur "Sie weiß, dass Ihr lebt." Doch noch ehe sie mit ihrem Vater darüber sprechen kann, überschlagen sich die Ereignisse, Minou verhilft dem Hugenotten Piet Reydon zur Flucht, der verdächtigt wird, eine wertvolle Reliquie gestohlen zu haben. Kurze Zeit später wird sie selbst mit ihrem Bruder Aimeric zu Ihrer Tante nach Toulouse geschickt, denn der Vater begibt sich erneut auf eine gefährliche Reise über deren Grund er nicht mit seinen Kindern spricht. Überall in Frankreich tobt der Konflikt zwischen den Katholiken und den Hugenotten und die katholisch erzogene Minou versucht sich dabei ihre Menschlichkeit zu bewahren. Zumal der Hugenotte Piet, der ebenfalls in Toulouse lebt, zarte Gefühle in ihr hervor ruft. Wird ihre Liebe in diesen unruhigen Zeiten eine Chance bekommen? "Die brennenden Kammern " ist das erste Buch, das ich von der Autorin Kate Mosse gelesen habe und es hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Die fiktive Geschichte um Minou, ihre Familie und Piet ist in den historischen Hintergrund der Hugenottenkriege eingebettet und vermittelt dem Leser ganz nebenbei viel geschichtliches Wissen über diese Zeit. Minou und auch Piet waren Protagonisten, die mir gut gefallen haben, trotz ihres unterschiedlichen Glaubens waren beide freundlich und offen gegenüber dem "Feind". Im Lauf der Handlung musste Piet schmerzhaft feststellen, dass sein früher bester Freund inzwischen sein stärkster Gegner geworden ist, der eine steile Karriere in der katholischen Kirche anstrebt. Mir hat der flüssige und informative Schreibstil zugesagt, ich habe das Buch gern zur Hand genommen und es innerhalb weniger Tage durch gelesen. Dabei wird auch die Grausamkeit der Inquisition dargestellt, die im Namen des Glaubens unschuldige Menschen foltert und ermordet. Erst am Ende des Romans, als ich verwundert festgestellt habe, dass der Erzählbogen nicht wieder zu den Ereignissen des Prologs zurück kehrt, ist mir aufgegangen, dass es sich um den Anfang einer Buchtrilogie handelt. Doch von dem Beginn abgesehen, wirkt die Geschichte in sich abgeschlossen und könnte so auch alleine stehen bleiben. Fazit: Der historische Roman hat mich gefesselt, neben der fiktiven Handlung waren viele geschichtlichen Fakten eingearbeitet, was für mich eine runde Mischung dargestellt hat, ich gebe gern eine Leseempfehlung.


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