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Die geheime Mission des Kardinals

Roman

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gebundene Ausgabe
Ein italienischer Kardinal, eine geheime Mission, ein Mord in Damaskus - der spannende neue Roman vom Meistererzähler Rafik Schami

Noch herrscht Friede in Syrien. Die italienische Botschaft in Damaskus bekommt 2010 ein Fass mit Olivenöl angeliefert, darin die Leiche eines Kardinals. Kommissar Barudi will das Verbrechen aufklären; Mancini, ein Kollege aus Rom, unterstützt ihn und wird sein Freund. Auf welcher geheimen Mission war der Kardinal unterwegs? Wie stand er zu dem berühmten Bergheiligen, einem Muslim, der sich auf das Vorbild Jesu beruft? Bei ihrer Ermittlung fallen die beiden Kommissare in die Hände bewaffneter Islamisten. Rafik Schamis neuer Roman erzählt von Glaube und Liebe, Aberglaube und Mord und führt uns tief in die Konflikte der syrischen Gesellschaft und in das berufliche Schicksal und die Liebe eines aufrechten Kommissars.
Portrait
Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren und lebt seit 1971 in Deutschland. 1979 promovierte er im Fach Chemie. Seit 2002 ist Rafik Schami Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste. Sein umfangreiches Werk wurde in 33 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, so u.a. mit dem Preis „Gegen das Vergessen - Für Demokratie“ (2011) und zuletzt mit dem Großen Preis der Akademie für Kinder- und Jugendliteratur sowie dem Preis der Stiftung Bibel und Kultur (2015). Im Hanser Kinder- und Jugendbuch erschien u.a. Das ist kein Papagei (illustriert von Wolf Erlbruch, 1994), Die Sehnsucht der Schwalbe (2000); Wie ich Papa die Angst vor Fremden nahm,(2003, illustriert von Ole Könnecke); Der Kameltreiber von Heidelberg (2006, illustriert von Henrike Wilson); Das Herz der Puppe (2012, illustriert von Kathrin Schärer), Meister Marios Geschichte (2013, illustriert von Anja Maria Eisen); im Erwachsenenprogramm des Verlages Die dunkle Seite der Liebe (Roman, 2004) Das Geheimnis des Kalligraphen (Roman, 2008), Die Frau, die ihren Mann auf dem Flohmarkt verkaufte (2011) und Sophia oder Der Anfang aller Geschichten (2015). Im Herbst 2019 folgen sein Bilderbuch Elisa oder Die Nacht der Wünsche (illustriert von Gerda Raidt) und der Roman Die geheime Mission des Kardinals.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 22.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26379-6
Verlag Hanser
Maße (L/B/H) 21,8/14,7/4,3 cm
Gewicht 630 g
Verkaufsrang 124
Buch (gebundene Ausgabe)
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Die tausendundein Einfälle des Kommissars Barudi
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 13.08.2019

Rafik Schami ist als guter Geschichtenerzähler bekannt. Das stell er auch in „Die geheime Mission des Kardinals“ unter Beweis: Opulent, mit Charme und Witz gleitet die Geschichte dahin: Der damaszenische Kommissar Barudi muss gemeinsam mit einem italienischen Kollegen den Mord an einem Kardinal aufklären, der sich aus zunächst u... Rafik Schami ist als guter Geschichtenerzähler bekannt. Das stell er auch in „Die geheime Mission des Kardinals“ unter Beweis: Opulent, mit Charme und Witz gleitet die Geschichte dahin: Der damaszenische Kommissar Barudi muss gemeinsam mit einem italienischen Kollegen den Mord an einem Kardinal aufklären, der sich aus zunächst unerklärlichen Gründen in den zerklüfteten Norden Syriens aufgemacht hat, um das Wirken eines Wunderheilers zu untersuchen. Nach „Sophia oder Der Anfang aller Geschichten“ ist dies der zweite Roman, der im (nahezu) gegenwärtigen Syrien spielt, und erneut ist das Leben in der syrischen Diktatur das Leitmotiv des Roman: Wie sind Alltag, Beruf, Anständigkeit, Liebe und Meinungsäußerung in einer Diktatur möglich? Der „Kardinal“ bedient sich hierbei der Kriminalgeschichte, um den Machtapparat des Assad’schen Diktatur von innen darstellen zu können: Kommissar Barudi muss sich nicht nur mit dem Mord, sondern auch mit Geheimdiensten, Speichelleckern des Regimes und den allgemeinen Zwängen des Unrechtsstaates herumschlagen. Sein Begleiter, der italienische Kommissar Mancini, ist hier nicht Gegenspieler, sondern liefert komplementäre Probleme des von Mafia und Korruption versuchten italienischen Polizeiapparates. Beide Kommissare sind die anständigen Ausnahmen hierzu. Erzählerisch bleibt Schami, der bisher nicht als Kriminalautor aufgefallen ist, bei seinem orientalischen Muster, vieles darzustellen, als würde es mündlich vorgetragen, In vielen Gesprächen – beim Friseur oder beim Essen – werden in Gesprächen Seitengeschichten erzählt, die das Bild des vergangenen und des gegenwärtigen Syriens zeichnen. Das hemmt zwar den Lauf der Handlung, die nicht unbedingt spannend ist, aber reichert die Lektüre ungemein an, denn man erhält ja nicht eine Geschichte, sondern „tausendundeine“. Dennoch zeigt der Roman erhebliche Schwächen, die vor allem mit seiner Überfrachtung zu tun haben: Schami möchte Syrien am Vorabend des Bürgerkrieges zeigen. Dazu bedarf es der Rückblenden in das intakte Syrien, in die syrische Küche, das Gesetz der Gastfreundschaft, aber auch der Einblicke in den Machtapparat, den korrupten Sumpf, die Einschränkungen der Freiheiten; es braucht aber auch das Erstarken des Islamischen Staates in den Bergregionen, die ländliche Unzufriedenheit, den Wunderglauben. Man fragt sich mit Barudi: „Alles ist unwirklich: der Bergheilige, Sippenchef Scharif, die islamische Republik. Allmächtiger Gott, wie soll das enden?“ (S. 365) Die Frage ist berechtigt, denn es kommt auch noch ein Verbrecherclan hinzu, der seine Krakenarme über das Mittelmeer ausgestreckt hat, eine christliche Wunderheilerin mit Scharlatananhang sowie – besonders überzogen – eine vatikanische Intrige in unmittelbarer Nähe zu Papst Benedikt XVI. Schami verarbeitet hier sicher auch seine Erfahrungen als Teil der christlichen Minderheit in Damaskus, aber weniger wäre mehr gewesen: Es gar kein Kardinalsrang vonnöten, um die Handlung in Gang zu setzen, In einer Etage darunter lässt sich Schamis These auch vorführen, nämlich: „Aberglauben als Massenerscheinung gedeiht am besten in elenden oder übersättigten Gesellschaften.“ In diesem Gedanken berühren sich der Islamische Staat dort und die Fake News in der westlichen Welt – und das ist ein guter Einfall. Ein Wort noch zu Kommissar Barudi: Die Figur des alten Kommissars, der unmittelbar vor dem Ruhestand seinen letzten Fall löst, ist so alt, dass er geradezu ein Stereotyp geworden ist. Diesen Mangel an Originalität gleicht Barudi aber selbst aus, denn seine Persönlichkeit wird so liebevoll, vielschichtig, warmherzig und menschlich erschaffen, dass sie problemlos über die Schwächen des Romans hinwegträgt. Es ist auch nicht schwer, in Barudi ein Alter Ego des Autors zu erkennen. „Die geheime Mission des Kardinals“ ist nicht Rafik Schamis Meisterwerk und sicher auch nicht die beste literarische Verarbeitung des Assad-Regimes, aber ein sehr lesbares orientalisches, aufgeklärtes Kriminalstück.

Ein ganz wunderbares Buch!
von einer Kundin/einem Kunden aus Heidenheim am 13.08.2019

Meine Meinung: Rafik Schami zählt seit vielen Jahren zu einem meiner absoluten Lieblingsschriftstellern, die ich sehr für ihre Art Geschichten zu erzählen schätze... so auch dieses Mal. Auch wenn sich der syrische Schriftsteller laut der Genrebezeichnung des Kriminalromans, in neue literarische Regionen wagt, so ist dieses B... Meine Meinung: Rafik Schami zählt seit vielen Jahren zu einem meiner absoluten Lieblingsschriftstellern, die ich sehr für ihre Art Geschichten zu erzählen schätze... so auch dieses Mal. Auch wenn sich der syrische Schriftsteller laut der Genrebezeichnung des Kriminalromans, in neue literarische Regionen wagt, so ist dieses Buch doch so viel mehr, als ein klassischer Spannungsroman und vor allem enthält er den typischen Charme der herzlichen, ja fast schon märchenhaft atmosphärisch geprägten Erzählkunst, für die ich den Schriftsteller so schätze. Erzählt wird hierbei die Geschichte des Kommissar Barudi; der auf ein bewegtes auf den Straßen von Damaskus zurückblicken kann. Straßen, ein Stadt, die von Korruption und Intrigen geprägt ist, Schwierigkeiten, in denen der wahre Täter, nicht immer der gewünschte ist. Eine Stadt, die di ehrliche Ermittlungsarbeit erschwert und ein, der Barudi herausfordert. Rafik Schami zeichnet in seinem neuen Roman das Abbild einer korrupten Gesellschaft, verwebt einen spannenden und atmosphärisch erzählten Kriminalfall mit einer gehörigen und dennoch ohne erhobenen Zeigefinger erzählten Gesellschaftskritik, die uns Lesern einen Einblick in ein manchmal so fremdes und fernes Land bietet. Nebenbei erschafft er so authentisch gezeichnete, wie vielschichtige Charaktere, die stilistisch herausragend erscheinen und dem Leser so schnell nicht aus dem Kopf gehen werden. Dieses Buch ist weniger ein Kriminalroman, als viel mehr eine märchenhaft und versiert geschriebene Geschichte eine Stadt, eine Geschichte, die mit so viel Leben, Herz und Können geschrieben wurde, dass man sich nur in sie hineinfallen lassen kann und man wird begeistert sein. Mein Fazit: Rafik Schami kann Geschichten erzählen, wie kein anderer. Ein wunderbares Buch, welches mein Leserherz im Sturm erobern konnte!

Gesellschaftskritik mit Krimi
von einer Kundin/einem Kunden am 12.08.2019

Ein toter Kardinal wird in einem Fass mit Olivenöl der italienischen Botschaft in Damaskus zugestellt. Kommissar Barudi, selbst christlichen Glaubens, der syrischen Polizei übernimmt die Ermittlungen. Was wollte der Kardinal in Syrien? Wer hatte etwas gegen seine Reise? Da er überwiegend nur auf Geheimnisse und Heimlichtuerei st... Ein toter Kardinal wird in einem Fass mit Olivenöl der italienischen Botschaft in Damaskus zugestellt. Kommissar Barudi, selbst christlichen Glaubens, der syrischen Polizei übernimmt die Ermittlungen. Was wollte der Kardinal in Syrien? Wer hatte etwas gegen seine Reise? Da er überwiegend nur auf Geheimnisse und Heimlichtuerei stößt, wird ihm aus Italien Kommissar Mancini an die Seite gestellt. Zusammen begeben sie sich auf eine Reise und fallen Extremisten in die Arme. Waren sie die Mörder? Das Buch ist kein richtiger Krimi. Natürlich geht es um die Auflösung des Mordfalls, es geht aber auch um das System Syrien, die Gesellschaft mit ihren verschiedenen islamischen und christlichen Richtungen. Auch das politische Syrien Istrien großes Thema und Rafik Schami nimmt hier kein Blatt vor den Mund. Ein sehr interessantes Buch, welches nicht nur ein Krimi sondern nebenbei auch eine Gesellschaftskritik und Liebesgeschichte ist. Ich hoffe auf eine Fortsetzung (auch wenn Barudi ja eigentlich in Rente gehen möchte).


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