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Dreck am Stecken

Roman


Eine Familie, die sich fremd geworden ist. Ein unerwartetes Erbe, das sie wieder zusammenführt. Und jede Menge Dreck am Stecken ...

Opa Heinrich ist tot. Sein Vermächtnis: ein vergilbtes Tagebuch. Johannes und seine Brüder beschließen erst mal, seine Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch zur Beerdigung erscheinen lauter Menschen, die sie noch nie gesehen haben, eine alte Dame ist sogar aus Argentinien angereist. Was hatte der Großvater mit diesen Leuten zu schaffen? Aus Neugierde beginnt Johannes, das Tagebuch zu lesen. Danach ist klar: Die vier Brüder müssen ihrer Familiengeschichte auf den Grund gehen. Denn Opa hatte Dreck am Stecken. Und zwar nicht zu knapp ...

Portrait
Alexandra Fröhlich lebt als Autorin in Hamburg und arbeitet als freie Textchefin für verschiedene Frauenmagazine. Mit ihren Romanen »Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen« und »Gestorben wird immer« stand sie monatelang auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. In ihrem neuen Roman »Dreck am Stecken« erzählt Alexandra Fröhlich die faszinierende Geschichte einer Familie, die sich ihrer dunklen Vergangenheit stellen muss.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 09.09.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-328-10231-1
Verlag Penguin
Maße (L/B/H) 20,7/13,6/2,9 cm
Gewicht 421 g
Verkaufsrang 49803
Buch (Paperback)
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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Facettenreicher Familienroman, in dem auch der "Wahnwitz" nicht zu kurz kommt..
von einer Kundin/einem Kunden aus Jüchen am 22.05.2020

Vier teils schrullige Halbbrüder, die bei ihrem Großvater aufwachsen, irgendwie ihre herausfordernde Jugend überstehen und mittlerweile zu Männern mit ihren ganz eigenen Problemfeldern und Familienkonstrukten geworden sind, stehen nach dem Tod des Opas vor vielen rätselhaften Fragen zu ihrer eigenen Familiengeschichte, die eh sc... Vier teils schrullige Halbbrüder, die bei ihrem Großvater aufwachsen, irgendwie ihre herausfordernde Jugend überstehen und mittlerweile zu Männern mit ihren ganz eigenen Problemfeldern und Familienkonstrukten geworden sind, stehen nach dem Tod des Opas vor vielen rätselhaften Fragen zu ihrer eigenen Familiengeschichte, die eh schon wenig normal erscheint. Sie suchen Antworten und gehen aus diesem Grund auf Reise – denn eines ist ganz offensichtlich: „Opa hatte Dreck am Stecken“. Alexandra Fröhlich hat mit ihrem neuesten Buch einen tollen Familienroman vorgelegt, der sich nicht nur mit den Familienangelegenheiten und vielen Eigenheiten der vier Halbbrüder und ihrem Großvater auseinandersetzt, sondern auch Geschichte, sowie Schuld und Reue behandelt. Allerdings schreibt die Autorin wie gewohnt mit so viel Witz und trotz manch derbem Sprachgebrauchs der Charaktere mit so viel Feingefühl, dass das Lesen des Buches großen Spaß macht. Es ist sehr facettenreich und die Figuren, sind trotz aller Kuriosität liebevoll in Szene gesetzt und gut in ihre jeweilige Rolle eingefügt. Ich finde, der Roman lässt sich sehr leichtgängig lesen und bietet viele eher lustige, aber einige auch spannende Szenen. Die Erzählung ist in ihrem Fluss zum Ende hin vielleicht nicht zu 100% authentisch (zu viel „Ganoventum“), aber im Gesamtrückblick trotzdem noch sehr stimmig. Meines Erachtens war der Vorgänger-Roman „Gestorben wird immer“ zwar noch etwas besser, aber auch „Dreck am Stecken“ ist eine wahre Lesefreude. Deshalb von meiner Seite für das Buch 5 Sterne.

Auf Opa Heinrich's Spuren
von einer Kundin/einem Kunden aus Oberursel am 24.02.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Die 4 Brüder Johannes, Jakob, Philipp und Simon wachsen ohne Väter gemeinsam mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf. Aus heiterem Himmel taucht irgendwann Opa Heinrich auf, den keiner der Jungs zuvor kannte, und zieht ein. Nachdem ihre Mutter stirbt, übernehmen Johannes und Opa Heinrich die Verantwortung für den Rest de... Die 4 Brüder Johannes, Jakob, Philipp und Simon wachsen ohne Väter gemeinsam mit ihrer Mutter in ärmlichen Verhältnissen auf. Aus heiterem Himmel taucht irgendwann Opa Heinrich auf, den keiner der Jungs zuvor kannte, und zieht ein. Nachdem ihre Mutter stirbt, übernehmen Johannes und Opa Heinrich die Verantwortung für den Rest der Familie, und die Aufgabe ist knackig, denn Wohlerzogen und Unauffällig geht anders. Etwa 25 Jahre später, fast forward ins Jahr 2008: Opa Heinrich ist tot, und zur Beerdigung erscheinen Leute, die kein Mensch kennt, und sogar Trauerbesuch aus Argentinien ist da. Ein Anwalt meldet sich, und übergibt den 4 Enkeln Heinrich's Vermächtnis: ein Tagebuch, in dem der Verstorbene sein Leben nach dem Krieg in Argentinien beschreibt. Schnell ist klar, Opa hatte zu Kriegszeiten Dreck am Stecken, und das nicht zu knapp. Auf zwei zeitlichen Ebenen und aus der Sicht des ältesten Bruders, Johannes, rollt die Autorin hier die Familiengeschichte der Jungs auf, bzw lässt uns an den Nachforschungen, die sie zu den Aktivitäten ihres Grossvaters zu Zeiten des NS Regimes anstellen, teilhaben. Bis zu etwa der Hälfte des Romans dachte ich mir, hm, ist ganz gut geschrieben, interessante Story, hat was, aber ein page-turner ist das jetzt auch nicht. Aaaaaber hey, dann nahm die Geschichte unverhofft an Fahrt auf. Und jetzt muss ich ein bisschen spoilern: die 4 Brüder machen sich auf nach Argentinien, um dort ihre Grossmutter aufzusuchen, von deren Existenz sie erst seit kurzem wissen. Oma Hedwig entpuppt sich als unverbesserliche rechte alte Dame, in derem Haus es vor Kunstwerken, die ehemals jüdische Besitzer hatten, nur wimmelt. “Also passt auf“, sagt Jakob ungerührt, “ich hab die ganze Nacht drüber nachgedacht. Wird nicht einfach. Aber wir ziehen das durch.“ “Was denn?“ Philipp hebt müde seinen Kopf. “Wir steigen bei der Alten ein und holen uns die Bilder“. Ja. Passt. Wird umgesetzt. Und ich hatte ab diesem Zeitpunkt Kopfkino , und zwar lief ein wirklich cooler Blockbuster vor meinem innerem Auge ab. Wie sagte Johannes? “Ocean's Twelve“, nur in der deutsch-argentinischen Variante. Das hat Spaß gemacht! Aber Spaß wieder beiseite, die Autorin hat es geschafft, spannend und witzig eine Geschichte zu erzählen, in der auch sehr viele nachdenkliche und ernsthafte Elemente zu finden sind. Noch ein Zitat zum Ende: “Mein Grossvater war Täter. Ich finde, Opfer können verzeihen. Ich als Enkel eines Täters darf das nicht. Das steht mir nicht zu. Aber ich kann Verantwortung übernehmen für meinen Grossvater, ich kann versuchen, seine Schuld zu tragen, dafür gerade zu stehen “. Hat mich sehr beeindruckt. Das Zitat und das Buch!

Geheimnisse der Vergangenheit
von hapedah am 21.01.2020

Die Brüder Johannes, Philipp, Jakob und Simon haben keine leichten Kindheit, sie leben in einem Großstadtghetto, ihre Mutter ist Alkoholikerin und kämpft mit psychischen Problemen. Keiner der vier Väter kümmert sich regelmäßig um seinen Nachwuchs, nur einer zahlt überhaupt Unterhalt. Als plötzlich der bis dahin unbekannte Großva... Die Brüder Johannes, Philipp, Jakob und Simon haben keine leichten Kindheit, sie leben in einem Großstadtghetto, ihre Mutter ist Alkoholikerin und kämpft mit psychischen Problemen. Keiner der vier Väter kümmert sich regelmäßig um seinen Nachwuchs, nur einer zahlt überhaupt Unterhalt. Als plötzlich der bis dahin unbekannte Großvater mit seinem Koffer vor der Tür steht und bei ihnen einzieht, ändert sich zunächst nicht wirklich etwas an der familiären Situation. Erst viele Jahre später, nachdem der Großvater verstorben ist und den Brüdern eine Kiste mit alten Dokumenten vermacht hat, haben die Männer die Möglichkeit, etwas über die Geschichte ihrer Familie zu erfahren. Johannes, der inzwischen Redakteur bei einer Zeitung ist, findet im doppelten Boden der Kiste ein altes Tagebuch aus dem er und seine Brüder einiges über die Geschichte ihrer Familie erfahren. "Dreck am Stecken" von Alexandra Fröhlich befasst sich mit einem dunklen Kapitel der deutschen Geschichte. Der Schreibstil hat mir dabei gut gefallen, die Handlung, die teilweise in drei Zeiträume aufgespalten war, habe ich mit Spannung bis zur letzten Seite gelesen. Die Protagonisten, besonders Johannes, aus dessen Perspektive die Erzählung geschrieben ist, sind mir schnell sympathisch geworden, jeder der Brüder ist auf seine Weise gewitzt und einzigartig. Um die Geschichte aufzuarbeiten haben die vier Männer ihre frühere Bindung untereinander wieder finden müssen. Der ganze Roman hat sich schnell weg gelesen, nur das Ende hätte für meinen Geschmack ein wenig spektakulärer ausfallen dürfen. Doch insgesamt betrachtet, verdient dieses Buch eine deutliche Leseempfehlung. Fazit: Die Geschichte unterhält durch ihren lockeren Schreibstil und beschäftigt sich vor dem Hintergrund der Familienvergangenheit mit einem trüben Teil der deutschen Geschichte, das Buch empfehle ich gern weiter.