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Die Charité: Aufbruch und Entscheidung

Gekürzte Ausgabe, Lesung

Die Charité Band 2

Im Berlin anno 1903 nehmen an der Charité die ersten Ärztinnen die Arbeit auf. Rahel Hirsch ist eine leidenschaftliche Forscherin, die für die Medizin lebt. Für ihre Arbeit wird Rahel aber nicht bezahlt. Doch nicht nur die engagierte Medizinerin spürt die Ungleichbehandlung am eigenen Leib. Die junge Arbeiterin Barbara erlebt jeden Tag, was es bedeutet, wenn Männer Frauen als Besitz betrachten. Als ihre Tante vergewaltigt wird, kann Barbara das Unrecht nicht länger ertragen. Sie schließt sich der Frauenbewegung an, kämpft für die Rechte der Arbeiterinnen und das Frauenwahlrecht. Als Barbara zufällig Rahel kennen lernt, merken die beiden unterschiedlichen Frauen schnell, dass sie den gleichen Kampf um Selbstbestimmung führen. Eine ungewöhnliche Freundschaft begleitet die beiden – bis der Erste Weltkrieg alles verändert.
Portrait
Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Roman "Die Tochter des Salzsieders" ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. Ihr Markenzeichen: faszinierende, lebensnahe Heldinnen. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.

Svenja Pages ist Schauspielerin und Sprecherin. Ihr vielseitiges Können stellt sie in verschiedenen Genres unter Beweis. Mit der Lesung von Jodi Picoults "Kleine große Schritte" gelang ihr eine erstklassige Interpretation.

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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3-CD
Sprecher Svenja Pages, Beate Rysopp
Anzahl 2
Erscheinungsdatum 08.10.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783958625204
Verlag Audiobuch
Auflage 1
Spieldauer 917 Minuten
Verkaufsrang 3339
Hörbuch (MP3-CD)
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19,99
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inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
78 Bewertungen
Übersicht
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Macht Spaß zu lesen
von einer Kundin/einem Kunden aus Essen am 10.02.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant, die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil ist gut. Ist das erste Mal das ich etwas von dieser Autorin gelesen habe, wird aber definitiv nicht das Letzte sein. Auf der einen Seite die angehende Ärztin, die sich in de... Die Leseprobe macht Lust auf mehr. Hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist interessant, die Charaktere sind sympathisch, der Schreibstil ist gut. Ist das erste Mal das ich etwas von dieser Autorin gelesen habe, wird aber definitiv nicht das Letzte sein. Auf der einen Seite die angehende Ärztin, die sich in der Charitè gegen die Männerwelt durchsetzen muss. Auf der anderen Seite die einfache Arbeiterin aus ärmsten Verhältnissen. Das verspricht eine spannende Geschichte zu werden. Mein Fazit: klare Kaufempfehlung wenn man Fan von diesem Genre ist. Es macht Spaß zu lesen. Der erste Eindruck ist spannend. Das Titelbild ist passend und ansprechend. Ich freue mich schon drauf das komplette Buch zu lesen

Sehr informativ
von einer Kundin/einem Kunden aus Weil am Rhein am 02.02.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Das Buch informiert und gewährt Einblick in die damalige Zeit des Krieges. Es ist Geschichte und Roman in einem. Teilweise etwas langatmig. Ansonsten empfehlenswert.

Frauenbewegung und Marxismus anstelle von Medizinhistorie
von Lesendes Federvieh aus München am 06.01.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Da mir der erste Band rund um das wohl berühmteste Krankenhaus Deutschlands, „Die Charité – Hoffnung und Schicksal“, richtig gut gefallen hat, konnte ich es kaum erwarten endlich den zweiten Teil in den Händen zu halten. Dank der gleichnamigen TV-Serie (wobei die beiden bis auf den Schauplatz nicht zusammenhängen) habe ich in de... Da mir der erste Band rund um das wohl berühmteste Krankenhaus Deutschlands, „Die Charité – Hoffnung und Schicksal“, richtig gut gefallen hat, konnte ich es kaum erwarten endlich den zweiten Teil in den Händen zu halten. Dank der gleichnamigen TV-Serie (wobei die beiden bis auf den Schauplatz nicht zusammenhängen) habe ich in der Zwischenzeit weiter Blut geleckt und war neugierig auf weitere medizinhistorischen Errungenschaften der Charité. Doch genau das war vermutlich mein Fehler. Ich habe einen Roman über die Geschichte der Charité um die Zeit des Ersten Weltkrieges mit den typischen Krankheitsbildern sowie dem damaligen Stand der Forschungen mitsamt zweier starker Frauenfiguren erwartet. Tatsächlich musste ich mich dann aber durch langatmige Erläuterungen über die gesellschaftspolitische und wirtschaftliche Situation des Deutschen Kaiserreiches kämpfen, die mich vielmehr an Lehrkapitel im Geschichtsbuch als an einen Roman erinnerten. Gegen kapiteleinleitende Worte, welche die Handlung in einen historischen wie gesellschaftspolitischen Kontext setzen, ist prinzipiell nichts einzuwenden. Allerdings möchte ich nicht seitenlang in Einzelheiten lesen welche Beschlüsse bei der letzten Parlamentssitzung beschlossen wurden oder in welcher Anordnung die Männer der Führungsriege im Saal sitzen. Es steht zwar Charité drauf, aber man bekommt wohl eher Ausschweifungen über die Frauenbewegung und den Marxismus sowie die Unruhen des anstehenden Krieges samt Mobilmachung vor die Nase gesetzt. Dennoch bleiben die medizinischen Errungenschaften nicht ganz auf der Strecke. August von Wassermanns Nachweismethodik zur Diagnostik von Syphilis findet genauso Anklang wie der Einsatz der neuen Röntgentechnologie oder Rahel Hirschs Forschungen zur Verdauung großkorpuskulärer Nahrungspartikel. Womöglich liegt es an meinem verzerrten Studentenblick, aber verglichen mit den seitenlangen gesellschaftspolitischen Ausschweifungen kam mir die Medizin trotz allem zu kurz. Selbst die beiden weiblichen Protagonistinnen können das Ruder leider nicht mehr herumreißen und die trockenen dozierenden Passagen auflockern. Mir hat die Lebendigkeit des ersten Bandes gefehlt, in welchem ich die Charaktere in Windeseile in mein Herz geschlossen und mit ihnen mitgefiebert habe. Dr. Rahel Hirsch, die sich als eine der ersten weiblichen Ärztinnen an der Charité gegen ihre männlichen Kollegen behauptet, hätte eine schillernde Figur abgeben können, doch bei mir ist der Funke leider nicht übergesprungen. Die knapp 550 Seiten hinweg blieb sie mir zu blass, zu farblos, sie war vielmehr der Schatten der inspirierenden Person, die sie hätte sein können. Das lag nicht an ihr selbst, sondern wohl eher daran, dass man zu häufig zwischen den einzelnen Erzählperspektiven hin und her springt und sich die Jahresuhr kontinuierlich weiterdreht ohne dass man als Leser die Möglichkeit hat bei der jeweiligen Person anzukommen und sie näher kennenzulernen. Es wird zwar deutlich, dass sie ihren männlichen Kollegen gegenüber aufgrund ihres Geschlechts benachteiligt wird, jedoch bleibt einem gewissermaßen der Weg zu ihrer Gefühlswelt versperrt. Sie steckt Rückschläge ein und macht ganz normal weiter als wären es nichts als Lappalien. Aber was treibt sie an kontinuierlich weiterzukämpfen und sich nicht unterkriegen zu lassen? Wieso fährt sie nicht ein einziges Mal aus der Haut – noch nicht einmal ihren Vertrauten gegenüber? Demgegenüber war die lebensfrohe Barbara beinahe ein offenes Buch, die mit ihren Überzeugungen und Ideen sinnbildlich für die Frauen der Arbeiterklasse steht. Ihr quirliger Charakter mit der direkten Art und der Berliner Schnauze war stellenweise vielleicht ein bisschen anstrengend, aber dennoch ist sie diejenige, die der Geschichte Leben einhaucht. Schön zu verfolgen finde ich auch die Freundschaft, die sich zwischen den beiden scheinbar so gegensätzlichen Frauen entwickelt. Auf den ersten Blick mögen sie ziemlich unterschiedlich sein, doch es verbindet sie mehr als der Kampf für die Gleichberechtigung der Frauen. Was mich abschließend ziemlich gestört hat, obgleich ich zuvor wie gebannt die Endzüge des Krieges verfolgt habe, war der Epilog, den man meiner Meinung nach gut und gerne hätte weglassen können. Die Intention der Autorin Rahels Geschichte vollständig zu erzählen, verstehe ich durchaus, zumal es sich dabei um eine real existierende Person handelt. Allerdings hätte es den Sprung in die NS-Zeit wirklich nicht erfordert, denn die sich zusehends verschlimmernde Situation der Juden ist bereits zuvor in eindringlichen Szenen klargeworden. Die Judenverfolgung während des Nationalsozialismus abschließend anzureißen wirkte auf mich wie ein ziemlich plumper Versuch das Thema auch noch mit zu verarbeiten. Ein kurzer Kommentar im Nachwort über den weiteren Verlauf von Rahel Hirschs Leben nach dem Buchende um 1918 hätte meines Erachtens vollkommen ausgereicht und wäre die deutlich elegantere Variante gewesen. Obwohl ich das ganze Jahr über auf den Erscheinungstermin von „Die Charité – Aufbruch und Entscheidung“ hingefiebert habe, konnte mich das Buch leider nicht vollkommen überzeugen. Wer gerne mehr über die gesellschaftspolitische Situation in der ausgehenden Kaiserzeit mit dem Schwerpunkt Frauenbewegung, Marxismus und Mobilmachung im Ersten Weltkrieg lesen möchte, ist hiermit sicherlich gut bedient. Mir persönlich waren die dozierenden Passagen jedoch eindeutig zu zahlreich und haben der Medizin und den Charakteren ihren Raum genommen.


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