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Totenland

Ein Jens-Druwe-Roman

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Taschenbuch
Von Opfern und Tätern.

Ende April 1945. Der Krieg geht zu Ende. Nachdem er schwer verwundet wurde, ist Jens Druwe aus Berlin nach Schleswig-Holstein abkommandiert worden. Hier soll er als Polizist für Ordnung sorgen. Als ein hoher Funktionär der NSDAP ermordet wird, wollen seine Vorgesetzten sogleich den ersten Verdächtigen, einen entflohenen Häftling, aburteilen. Doch Druwe stellt sich gegen die Profiteure des untergehenden Regimes. Ihm zur Seite steht allein die Schwester des Verdächtigen, die wie er voller Mut und Hoffnung den Kampf gegen einen übermächtigen Gegner aufnimmt.

Ein Mordfall vor einer ungewöhnlichen historischen Kulisse - und ein Ermittler, der dem Grauen des Krieges eines entgegenhält: die Liebe zur Wahrheit.
Portrait

Michael Jensen wurde 1966 im Norden Schleswig-Holsteins geboren. Er lebt mit seiner Familie in Hamburg und Flensburg. Im Hauptberuf ist er als Arzt und Therapeut tätig. Seine beruflichen Erfahrungen hat er in zwei Sachbüchern zusammengetragen. Dabei interessieren ihn besonders die seelischen Spätfolgen des Zweiten Weltkriegs, vor allem bei den Nachkommen von Opfern und Tätern. »Totenland« ist sein erster Kriminalroman. Für sein literarisches Schreiben hat er ein Pseudonym gewählt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 320 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 12.07.2019
Sprache Deutsch
EAN 9783841217288
Verlag Aufbau
Dateigröße 4011 KB
eBook
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
7
2
1
0
0

lesbar, aber streckenweise langatmig
von einer Kundin/einem Kunden aus Oranienburg am 27.10.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Gerhard Lessing, stellvertretender NSDAP-Kreisleiter wird brutal ermordet auf einem Acker in Schleswig-Holstein gefunden. Alles deutet auf den geflüchteten KZ-Häftling Ludwig Steinfeld hin. Einzig Jens Druwe glaubt nicht daran, will den Fall näher untersuchen, Spuren sichern und im Fall weiter ermitteln. Doch leider ist er nicht... Gerhard Lessing, stellvertretender NSDAP-Kreisleiter wird brutal ermordet auf einem Acker in Schleswig-Holstein gefunden. Alles deutet auf den geflüchteten KZ-Häftling Ludwig Steinfeld hin. Einzig Jens Druwe glaubt nicht daran, will den Fall näher untersuchen, Spuren sichern und im Fall weiter ermitteln. Doch leider ist er nicht zuständig. Kann ihn das abhalten?....Natürlich nicht! Der Einstieg in den Krimi ist mir etwas schwergefallen. Da wird erst die Flucht des KZ-Häftlings geschildert, dann der Leichenfund und schließlich noch die Schilderungen der letzten wahnwitzigen Handlungen der Nazi-Größen. Da habe ich mich immer gefragt, wie soll dieses Globale mit dem Mord zusammenhängen. Das klärt sich aber auf, hier muss der Leser Geduld aufbringen. Spitzfindig und mit viel Redegewandtheit sowie Schmeicheleien an den richtigen Stellen gelingt es Druwe immer wieder seine Fragen zielsicherer zu platzieren, überzeugte Kriminalbeamte zu beeinflussen und so an neue Erkenntnisse heranzukommen und die richtigen Leute für seine Zwecke zu nutzen, um nicht zu sagen: zu manipulieren. Diese Hauptfigur ist dem Autor wunderbar gelungen. Wider allen Umständen und angesichts dem Verfall des 3. Reiches, schließlich sind es die letzten Kriegstage und alle Nazi-Funktionäre haben nur noch ein Ziel: möglichst viel vor den Siegermächten in die eigene Zukunft zu retten, sich eine weiße Weste zu verschaffen und wenn das nicht geht, möglich unauffällig unterzutauchen. Leider ist bereits sehr früh bekannt, wer hinter dem Mord an Gerhard Lessing steckt, so dass bei mir dann auch der Großteil der Spannung wegfiel. Schade! Im Weiteren geht es dann „nur“ noch darum ob und wie Druwe den Mörder doch noch zur Rechenschaft ziehen kann. Auf dem Weg dahin beweist Druwe mehrmals, dass er bereit ist gegen „noch“ geltendes Recht zu handeln, lieber konsequent seinem Gewissen folgt. Wobei er dabei auch nicht eben uneigennützig ist. Er versucht Schuld, die er auf sich geladen hat und die ihm noch immer Alpträume bereiten, zu sühnen. Das macht ihn in meinen Augen menschlich, sympathisch, vielleicht auch >ungewollt< zum Helden. Leider sind hier auch viele Ausführungen sehr langatmig, so dass ich insgesamt betrachtet auch nur 3,5 Lese-Sterne vergebe.

Lesenswert
von leseratte1310 am 03.09.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Ende April 1945: Kurz vor Ende des Krieges wird Jens Druwe, der im Krieg schwer verletzt wurde und daher nicht mehr kriegstauglich ist, als Polizist nach Schleswig-Holstein abkommandiert. Dann wird ein NSDAP-Funktionär ermordet und seine Vorgesetzten haben schnell einen Täter zur Hand. Ob Schuldig oder nicht, das interessiert si... Ende April 1945: Kurz vor Ende des Krieges wird Jens Druwe, der im Krieg schwer verletzt wurde und daher nicht mehr kriegstauglich ist, als Polizist nach Schleswig-Holstein abkommandiert. Dann wird ein NSDAP-Funktionär ermordet und seine Vorgesetzten haben schnell einen Täter zur Hand. Ob Schuldig oder nicht, das interessiert sie nicht. Doch Druwe glaubt nicht an die Schuld des verdächtigten Ludwig Steinfeld. Er will den wahren Täter finden und zur Rechenschaft ziehen. Unterstützt wird er bei den Ermittlungen von der Schwester Seinfelds. Es ist ein interessanter und spannender Krimi, der in einer furchtbaren Zeit spielt. Obwohl die Alliierten immer näher rücken und das Kriegsende vorauszusehen ist, haben die Nazis alles noch in der Hand. Sie bestimmen immer noch und sie entscheiden, wer als Täter in Frage kommt. Der aus dem Konzentrationslagers Fuhlsbüttel entflohene Häftling ist für sie der perfekte Schuldige. Druwe bekommt es mit überzeugten Nazis zu tun, mit Menschen, die ihr Fähnchen nach dem Wind drehen und auch solchen, die anderen helfen in schrecklichen Zeiten. Er ist ein desillusionierter Mensch, der schon einiges hinter sich hat. Jens Druwe ist nie in die Partei eingetreten und es belastet ihn, dass er sich nicht energisch gegen das Regime gestellt hat. Daher war er einigen schon länger ein Dorn im Auge und nun stößt er mit seiner Meinung auf Widerstände. Doch dem ehemaligen Kriminalbeamten ist die Wahrheitsfindung immer noch wichtig. Es ist eine sehr authentisch beschriebene Geschichte, bei der der Kriminalfall neben dem Zeitgeschehen fast schon eine Nebenrolle spielt. Ein lesenswerter und spannender Krimi, der einen nicht so schnell loslässt.

Fesselnder Krimi, der Ende April 1945 spielt
von Gertie G. aus Wien am 31.08.2019

MIchael Jensen entführt uns in den April 1945. Das Ende des Nazi-Regime steht kurz bevor. Nur die meisten Nazis glauben (noch) nicht daran. Die Alliierten rücken von allen Seiten auf die Hauptstadt Berlin. In diesem historischen Umfeld ist dieser Krimi eingebettet. Jens Druwe, ein Kriegsversehrter und ehemaliger Kriminalkomm... MIchael Jensen entführt uns in den April 1945. Das Ende des Nazi-Regime steht kurz bevor. Nur die meisten Nazis glauben (noch) nicht daran. Die Alliierten rücken von allen Seiten auf die Hauptstadt Berlin. In diesem historischen Umfeld ist dieser Krimi eingebettet. Jens Druwe, ein Kriegsversehrter und ehemaliger Kriminalkommissar, ist als Polizist von Berlin in das kleine Dorf Glücksburg (Schleswig-Holstein) abkommandiert worden. Obwohl nunmehr nur einfacher OrPo erwacht sein kriminalistischer Instinkt wieder, als er zur Leiche eines hochrangigen NSDAP-Funktionärs gerufen wird. Gerhard Lessling, so der Name des Toten, ist alles andere als ein angenehmer Zeitgenosse. Davon kann sein Bruder Paul, der in der Nähe des Tatorts eine Landwirtschaft betreibt, ein Lied singen. Bei seinen ersten Erkundigungen stößt Druwe unter den Fremdarbeitern auf Lesslings Hof auf Ludwig Steinfeld, einen Sozialisten, der bei der Evakuierung des Konzentrationslagers Fuhlsbüttel, abgehauen ist. Doch nicht nur Steinfeld hat sich dort versteckt sondern mehrere Juden. Druwe sieht darüber hinweg und holt sich nur Steinfeld zur Befragung. Inzwischen sind die zuständigen Ermittler aus Flensburg eingetroffen. Ausgerechnet Hans Oberbauer, Druwes früherer Mitarbeiter, leitet die Morduntersuchung. Ihm zur Seite steht Peter Jünger, ein junger, ehrgeiziger Mann, der ein eingefleischter Nazi ist. Der „Rote Ludwig“ istfür die beiden der ideale Mörder. Druwe glaubt nicht so recht an Steinfelds Schuld und recherchiert auf eigene Faust weiter. Er stellt sich damit gegen das Regime. Jens Druwe will nur eines: Den wahren Täter finden und der Gerechtigkeit zum Erfolg helfen. Meine Meinung: Dem Autor ist hier ein beklemmender Krimi gelungen, der den Fanatismus, den die Nazis an den Tag legen, aufzeigt. Obwohl Deutschland in Trümmern liegt, die Alliierten von allen Seiten auf Berlin marschieren, glauben viele der verblendeten Menschen noch immer an den „Endsieg“. Das wird eindrücklich durch Sidesteps nach Berlin in den Regierungsbunnker dargestellt. Jens Druwe selbst ist mit seinen fünfzig Jahren ein gezeichneter Mann. Er hat den Kaiser, den Ersten Weltkrieg, die Weimarer Republik, Stalingrad und den Zweiten Weltkrieg überlebt. Obwohl es ihm beruflich geschadet hat, ist er niemals der NSDAP beigetreten. Allerdings hat er, wie er später den Steinfelds erzählen wird, Schuld auf sich geladen, weil sich dem Regime (wie viele andere) nicht entgegen gestellt hat. Peter Jünger ist ein indoktrinierter junger Mann, der nichts anderes als die Propaganda der Nazis kennt. Anders hingegen Hans Oberbauer, der sein Mäntelchen immer in die richtige Richtung zu hängen weiß. Hauptsache, seine Karriere schreitet zügig voran. Der Autor zeigt, dass nicht alles schwarz oder weiß ist. Es gibt allerlei Graustufen dazwischen. Das erkennt auch Ludwig Steinfeld, den der Autor folgendes zu Druwe sagen lässt: “... Druwe, durch dich habe ich gelernt, dass die Welt nicht nur Schwarz, oder Weiß ist. Durch dich habe ich ein großes Grau kennenlernen dürfen...“ Sehr gut hat mir gefallen, dass nicht nur die Aufklärung des Mordfalls im Mittelpunkt steht, sondern die Darstellung des sich in Auflösung befindenden 1.000 jährigen Reiches, das glücklicherweise nur 12 (wenn auch dramatische) Jahre angedauert hat. Dem Autor ist ein Buch gelungen, dass spannend und verstörend zu gleich ist. Es regt zum Nach-und Umdenken an. Michael Jensen hat penibel recherchiert und erklärt im Anhang, was Fakt bzw. Fiktion ist. Fazit: Ein Kriminalfall mit Tiefgang, den es zu lesen lohnt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.


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